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„Wachsende“ Buchhaltungssoftware

BuchhaltungsChecker.de | letztes Update: 29.04.2018

Buchhaltungsprogramme werden immer umfangreicher, sorgen aber genau dadurch für weniger Aufwand bei der Buchhaltung – so die Versprechen bzw. die implizite Aussage bei jedem Update. Gerade hat Sage One eine komplette Umstellung seiner Software bekanntgegeben. Was hat es damit auf sich? Und wie steht es um Erweiterungen von Online-Buchhaltungssoftware wie bei lexoffice? Erleichtern diese das Leben des Buchhaltungshassers wirklich?

Alles in die Cloud

Speziell für Einzelunternehmer, Startups und Selbstständige konzipierte Buchhaltungsprogramme wie BuchhaltungsButler und Papierkram.de setzen schon lange und alleinig auf die Cloud: All deine Daten sind in der Cloud gespeichert, so dass du von überall mobil, nach Wunsch auch mit unterschiedlichen Geräten, in Echtzeit auf sie Zugriff hast. Länger existierende Buchhaltungsprogramme wie Sage One dagegen haben etwas Zeit gebraucht, mit diesem Trend mitzugehen, der Technologie vollends zu vertrauen. Doch nun ist es soweit: Auch das 1981 gegründete Sage lanciert entsprechende Neuerungen.

Sage One ist jetzt Sage Business in der Cloud. Bild: Screenshot Webseite Sage

Sage Business Cloud als App. Quelle: Screenshot Webseite Sage

Neuigkeiten bei Sage

Bei Sage hat sich einiges auf einen einzigen Schlag getan: Das Portfolio wurde grundlegend überholt. Viele Produkte wurden zusammengelegt, und es soll noch weitergehen: Aus bisher 45 Produkten sollen 14 werden. Im Moment liegt Sage bei 24 Produkten – noch immer zu viel, fand Rainer Downar, Executive Vice President bei Sage. Übersichtlichkeit scheint das neue Prinzip zu sein – Portfolios werden also reduziert bzw. möglichst sinnvoll mit anderen verbunden. Dieses neue Sage-Konzept wurde am 18. April auf der „Sage Summit Tour“ in Hamburg vorgestellt. Dabei stand das Buchhaltungsprogramm von Sage im Mittelpunkt, gedacht für alles von Kleinstbuchhaltung von Einzelunternehmern über ausgereiftes Finanzmanagement hin zu branchenspezifischer Anwendung in größeren mittelständischen Unternehmen.

Sage One ist jetzt Sage Business Cloud

Seit April 2018 setzt Sage zudem nicht nur auf die Cloud, sondern auch gleich auf einen neuen Namen. Sage One ist nun Sage Business Cloud und betont damit die neue Mobilität. Die entsprechende App gibt es für iOS und Android. Auch weitere Namensänderungen gingen mit der Lancierung des neuen Portfolios einher: Vormals Sage Live ist nun Sage Business Cloud Finanzen, vormals Sage X3 heißt jetzt Sage Business Cloud Enterprise Management. Sage People ist nun Sage Business Cloud People, Sage Payroll ist Sage Business Cloud Lohnabrechnung. Auffällig auch bei diesen Umbenennungen: „Cloud“ ist in jedem neuen Namen enthalten und drückt damit noch einmal zusätzlich aus, worauf Sage nun setzt: Mobilität.

Preisstruktur bei Sage Business Cloud

Zurück zur Buchhaltungssoftware, ehemals Sage One, jetzt Sage Business Cloud. Die Preise bei Sage One waren flexibel, nach Modulen berechnet, aber nicht gerade sehr übersichtlich. Du konntest verschiedene Module kaufen, je nachdem, was du gebraucht hast, z. B. „Angebote & Rechnungen“, „Finanzen & Buchhaltung“ und „Lohn & Gehalt“. Dazu kamen Optionen, ob und wie vielen Mitarbeitern du Zugang zur Buchhaltung geben wolltest, und und und. Mit Sage Business ist die Preisstruktur nun etwas übersichtlicher geworden: Es gibt genau drei Modelle: „Buchhaltung Start“ für 8 €/ Monat; „Buchhaltung“ für 14 €/ Monat und „Lohnabrechnung“ für 5,90 € pro Mitarbeiter. Alle Preise sind Nettopreise, also zzgl. der gesetzlich gültigen Mehrwertsteuer.

Preisübersicht von Sage Business Cloud. Quelle: Screenshot Webseite Sage

Unterschied zwischen „Buchhaltung Start“ und „Buchhaltung“

Mit „Buchhaltung Start“ kannst du Buchhaltung in den Grundbereichen tätigen:

  • Rechnungen schreiben
  • Ein ordnungsgemäßes Kassenbuch führen
  • Umsatzsteuervoranmeldungen tätigen
  • Einnahmen und Ausgaben mittels Übersichten im Blick behalten
  • Kunden und Lieferanten verwalten

Mit der Profi-Version „Buchhaltung“ kommt die Einbindung von sicherem Online-Banking dazu, ebenso multiple Nutzer, so viele es braucht – im Gegensatz zu „Sage One“ also nicht mehr preislich unterteilt in Anzahl der Nutzer des Programms bzw. deines Accounts. Ein weiterer Unterschied zwischen „Buchhaltung Start“ und „Buchhaltung“ besteht in der Möglichkeit, Artikel und Lagerbestände zu verwalten. Das ist nicht für alle Freelancer wichtig; für Unternehmen mit Shops bzw. Produktverkauf jedoch ein immens arbeitserleichterndes Plus.

Mit dem Buchhalter sprechen

Wem diese Arbeitserleichterung noch nicht genügt, kann sich von einem virtuellem Assistenten unter die Arme greifen lassen. „Pegg“, so der Name dieses Assistenten, ist für Sage 50 cloud verfügbar, eine kaufmännische Software. Du steuerst Pegg über dein Smartphone, gibst ihm mündliche Befehle, schickst ihn z. B. auf die Suche nach bestimmten Kunden, lässt Reisekosten erfassen oder dich auf offene Rechnungen hinweisen. Um Pegg zu nutzen, legst du für ihn ein eigenes Skype-Konto an, rufst ihn also an.

Der virtuelle Assistent ist per skype erreichbar. Quelle: pixabay

Den virtuellen Assistenten anrufen. Quelle: pixabay

Integration von Diensten

Die Möglichkeit der Integration von Fremddiensten wie eben Skype für den virtuellen Assistenten „Pegg“ in die Sage-Software stellt einen der großen Vorteile von Cloud-Anwendungen dar. Office- oder E-Mail-Programme in die Buchhaltungsprogramm einzubinden, macht deine Buchhaltungssoftware zwar umfassender, aber im Endeffekt auch effizienter. Datenaustausch zwischen Programmen macht mühseliges Kopieren von Daten zu einer Tätigkeit, die du dir – läuft der Austausch problemlos – wohl sparen kannst. Mit der Verbindung mehrerer Softwares in der Cloud kannst du auf diese gleichzeitig zugreifen und auch in dieser Hinischt mobiler als zuvor arbeiten. Natürlich ist dieses Feature der Einbindung nicht Sage-spezifisch; andere Buchhaltungsprogramme setzen schon längst darauf. Doch Sage scheint es gerade erst entdeckt oder zumindest gerade erst zu einem Selling Point des neuen Cloud-basierten Sage-Portfolios erhoben zu haben.

Integrierte Anwendungen bei lexoffice

Kein Wunder, dass auch lexoffice in diesem Punkt nachzieht. Oder eher: Vorlegt. Denn lexoffice setzte schon recht früh auf integrierte Partnerlösungen für seine Buchhaltungssoftware und ließ Nutzer zusammen mit Entwicklern spezielle Lösungen für spezifische Anwendungswünsche suchen und finden. Um die 20 Partner sorgen für eine Anpassung der lexoffice-Software an die speziellen Geschäftsanforderungen diverser Nutzer. Mittels der Partneranwendungen kannst du in lexoffice u. a.:

  • Rechnungen aus E-Mail-Programmen und Portalen einbinden und direkt verarbeiten
  • Webshops anbinden
  • Projektzeiten erfassen
  • Reisekosten abrechnen
  • Online-Werbekampagnen plattformübergreifend und vollautomatisiert abrechnen
  • PayPal-Konten einbinden, dessen Kontogebühren verbuchen und Belege abgleichen

Weitere zehn solcher Partneranwendungen sind im Stadium der Implementierung in lexoffice, stehen Nutzern also wohl recht bald ebenfalls zur Verfügung. Jetzt schon zur Verfügung steht – von Nutzern lange erwartet – die lexoffice-App für Android, die nun die App für iOS ergänzt.

Partneranwendungen bei lexoffice. Bild: Screenshot Webseite lexoffice

Einige der Partneranwendungen bei lexoffice. Bild: Screenshot Webseite lexoffice

Trend zur All-in-One-Lösung

Der Trend geht auch bei Buchhaltungssoftware hin zu All-in-One-Lösungen. Wenn schon mobil, dann richtig. Kein Umständliches Hin- und Herwechseln zwischen Programmen, sondern das Abrufen wichtiger Informationen mittels Software-Integrationen ist gefragt. Das macht auch Sinn, denn das händische Eingeben von Daten widerspräche dem Anspruch an Arbeitserleichterung, die ein Hauptanliegen der Online-Buchhaltungsprogramme sind. Da bleibt nur die Frage: Welches Buchhaltungsprogramm ist das passende Grundprogramm für die Einbindung all der möglichen Zusatzfeatures? Einen ersten Anhaltspunkt bietet unser Cloudsoftware-Vergleich.

 

Quellen für weitere Informationen:

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Tipp: CANDIS