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Kosten eines Steuerberaters

BuchhaltungsChecker.de | letztes Update: 23.04.2018

Die Buchhaltung hast du mittlerweile dank Papierkram.de und Co. im Griff – hoffen wir jedenfalls. Doch das Thema Steuererklärung ist noch mal ein ganz anderes. Jetzt ist es wieder an der Zeit zu überlegen, ob du die Steuererklärung selbst erledigst oder sie doch lieber den Profis überlässt.

In unserem Blogbeitrag Steuererklärung mit Elster erklären wir, wie du das Finanzamt-Programm Elster nutzt, um deine Steuererklärung selbst zu machen. Hier geht es nun um den Steuerberater – genauer gesagt: dessen Kosten. Wie teuer sind Steuerberater? Lohnt es sich, einen zu bezahlen? Und wie genau berechnen sich die Gebühren für die Erstellung deiner Steuererklärung?

Steuerberater arbeiten mit festgelegten Sätzen, die sich nach Aufwand und Höhe des zu versteuernden Einkommens richten. Diese Gebührensätze sind in der Steuerberatergebührenvergütungsverordnung (StBVV) geregelt. Sie setzt in etwa folgende Sätze an:

  • mindestens 150 € bei einem Gewinn bis 20.000 €
  • 165 € bei bis zu 40.000 € Gewinn
  • 230 € bei bis zu 100.000 € Gewinn
  • 310 € bei bis zu 200.000 € Gewinn

Das kling erst mal nicht viel. Im Gegenteil. Das Geheimnis hinter dieser geringen Gebühr: Diese Gebühr ist alleinig für die Bearbeitung des Mantelbogens inkl. Anlage N (Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen). Unternehmer haben jedoch einiges mehr auszufüllen: Umsatz- und Gewerbesteuererklärung, Bilanzierungen oder EÜR, ganz zu schweigen von der wiederkehrenden Umsatzsteuer-Voranmeldung.

Schon realistischer ist da die Angabe der Steuerberaterkammer für ein als Beispiel genommenes Einkommen von 37.500 €. Dafür sind zwischen knapp 200 € und knapp 1.400 € fällig. Beide Beträge wären legal, denn Steuerberater können sich innerhalb der Vergütungsverordnung flexibel bewegen, d. h. dir entweder den Mindestsatz oder auch den Höchstsatz berechnen.

Auch Steuerberater kennen die Maxime „Zeit ist Geld“. Quelle: pixabay

Auch Steuerberater kennen die Maxime „Zeit ist Geld“. Quelle: pixabay

Hier ist also Vorsicht angebracht. Die Gebühren solltest du bereits im Vorfeld mit deinem Steuerberater besprechen, um bei der Schlussrechnung nicht unliebsam überrascht zu werden. Falls das dennoch geschieht, hilft ein Blick in die StBVV. Ganz übersichtlich ist das Gesetz nicht, aber es lässt sich doch herausrechnen, ob sich dein Steuerberater an die Verordnung gehalten hat.

In der Regel wird er das tun, nur eben vielleicht zu den dort aufgeführten Höchstsätzen tendieren. Sprich ihn darauf an; eventuell korrigiert er seine Rechnung nach unten. Wenn nicht: Steuerberater gibt es wie Sand am Meer. Und wenn du schon einen neuen suchst – bzw. überhaupt noch einen für dieses Jahr –, frag ihn auch gleich, was er von Buchhaltungssoftware hält, mit welcher er sich auskennt und dir da eventuell noch Arbeit abnehmen kann.

22. April 2018

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